Gesprächskultur

26 Sep

Montagabend fand ein Treffen im Schusterkrug zur Lage der Ehrenamtlichen im Schusterkrug statt.

In heutigen Zeiten, wo auf den meisten Ortsbeiratssitzungen der Bär schon wegen einer Laterne steppt, war es möglich, trotz unterschiedlicher Auffassungen in einigen wichtigen Punkten, einen offenen Austausch zu führen.
Einig wurden sich alle über ein Grundproblem, nämlich die ungute Kommunikation der Vergangenheit.
Dafür konnte in dieser Runde vieles angesprochen werden; nicht alles kam auf den Tisch, aber vieles. Unter anderem stellte man gemeinsam fest, welch turbulente Zeiten schon hinter einem lagen.
Gerade der Anfang war geprägt von Notlösungen und teilweise schon irrwitzigen Erlebnissen in der Problemlösung…

Jedoch hat der Notfallplan ausgedient, es müssen jetzt dauerhafte Lösungen für bekannte Probleme gefunden werden.

Die Drk – und Awo Heimleitung haben zugehört und angenommen und mitgenommen. Herr Leisner war als Vertreter der Stadt anwesend und moderierte das ganze Geschehen.

Nun wird sich erst in Zukunft zeigen, wie sich alles weiterentwickelt aber diese Gesprächsrunde war ein guter Anfang. Es wurden Treffen in naher Zukunft geplant um weiteres zu klären.

Danke, liebe MS Stadt Kiel ! Danke ZBBS !

25 Sep

Danke MS Stadt Kiel für die wunderbaren sonnigen Stunden die wir auf dir erleben durften! Mit einem Service der keine Wünsche offen ließ, einem Delfin der alle glücklich machte, mit toller Musik, einem leckeren Imbiss und dazu viele, viele bereichernde Gespräche!
So viele schöne Erlebnisse auf einer sehr informativen Hafenrundfahrt, man lernt nie aus…
Das Lotsenprojekt der ZBBS hat sich gut entwickelt und es konnte im Laufe der Zeit auch weiter ausgebaut werden. Es war mal Zeit, die Lotsen mit vielen Gästen zu feiern! Und nicht nur das Wetter war ein Traum, der Delfin kam wie bestellt dazu und begleitete uns kurz.
schiffvorne

idun

Idun Hübner mit Martina Wackerhagen von der ZBBS

screenshot_2016-09-25-20-22-55-1

Der musikalische Delfin

lotsen

Die Lotsen in Arbeitstracht🙂

20160925_162116

Die Safarband brachte das Schiff zum schaukeln

O-Ton einer der Bordfeen am Ende der Reise:“…es wurde so schön heute gefeiert und das, ohne Massen an Alkohol in sich hineinzuschütten, ihr habt uns nicht reich getrunken.🙂 „img-20160823-wa0027

Integrationsarbeit kostet Geld

23 Sep

In den KN vom 21.9.2016 findet sich auf Seite 32 ein Artikel mit der Überschrift:
„Alle müssen gleichbehandelt werden“, der über die 16.Ostuferrundendiskussion, die im RBZ Technik stattfand und als Thema die Probleme und Chancen der Integration behandelte,berichtete.
Er endet mit dem zitierten Satz: „In unserer Gesellschaft müssen alle gleich behandelt werden, sonst sinkt die Akzeptanz.“

Ist diese angestrebte Gleichschaltung nicht genau das Problem, welches eben nicht und nie funktioniert kann?
Kann ich ein Kind, welches zusehen musste, wie seine Mutter vor seinen Augen verbrannt wurde, kann ich den Jugendlichen der seine Brüder durch die IS verlor, den Vater, der um seine getöteten Kinder trauert, die Familie die auf der Flucht über das Mittelmeer halbiert wurde, kann man diese traumatisierten Menschen wirklich gleich behandeln?
Und gleich wie wen behandeln?

Integration kostet Geld- und sie wird noch mehr Geld kosten, wenn die individuelle Problematik nicht erkannt ist. Wir basteln uns sonst die nächste Randgruppe, die den bestehenden sozialen Sprengstoff weiter erhöhen wird.

Ja, auch die Integration von Kranken, Alleinerziehenden, Rentnern, armen Kindern ( In Kiel ist jedes dritte Kind arm!), kostet Geld. Wenn eine Gesellschaft nicht die Verantwortung übernimmt für die Schwachen in ihrer Mitte, hat sie versagt.
Wie dieses Versagen aussieht, offenbart sich bei der Hartz4 Politik und diese ist für keinen Menschen würdig; ob Einheimischer oder Flüchtling.

Und es ist sicher keine Lösung, die nächste Randgruppe an bestehende anschließen zu wollen mit dem Hinweis, dass wir ja alle gleich behandeln müssen.

Alle gleich behandeln würde bedeuten, dass es keine Randgruppen in Deutschland gibt/gäbe.

Wenn man sieht wie die Menschen, die sich um die tatsächliche gelebte Integration kümmern wie die Jugendämter, Sportvereine, Schulen, Ehrenamtsinitiativen, Beratungsstellen, daran arbeiten,den Weg der Zukunft für uns alle zu ebnen, kann man nur Hochachtung entwickeln.
Und wenn man versteht, was diese Menschen mit ihrer Tun leisten, kann man nur dafür sorgen, sie zu unterstützen für ihre besondere Aufgabe, für die es kein Regelbuch gibt.

SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, TrainerInnen, leisten eine besondere Arbeit, die besonders gesehen werden muss, und besonders finanziell, personell, unterstützt werden muss.

Und wie in dem Artikel auch berichtet wurde, fangen die Probleme nach einem Jahr Aufenthalt erst richtig an.
„Die Flüchtlingskinder bleiben überall unter sich und haben kaum Kontakt zu Deutschen. Wir brauchen Akteure, die die Schüler ganz konkret an die Hand nehmen, sie in den Sportvereine bringen und zu Verabredungen.Doch wer soll das leisten? Die deutschen Eltern haben schon mit sich genügend zu tun.“ Mit diesen Worten wird eine Flüchtlingshelferin aus Molfsee zitiert.
Wir haben im Schusterkrug erwachsene Geflüchtete, die ihr Deutsch wieder verlernen aus Mangel an Möglichkeiten…
Die Probleme sind vielfältig und werden sich nicht von alleine auflösen.

Resignation im Schusterkrug

16 Sep
Mit schwerem Herzen und mit Tränen der Wut in den Augen stellen wir unsere Arbeit im Schusterkrug nach langem hadern ein!

Wir brauchen einen Arbeitsplatz vor Ort, der bitte menschenwürdiges arbeiten zulässt.Wir brauchen freien Zugang zu unserem Arbeitsplatz vor Ort. Wir brauchen Gelder um die Projekte vor Ort umzusetzen und dafür brauchen wir die Unterstützung der zuständigen Stellen.

Dieses Minimum an Mithilfe ist uns nicht gegeben, und es bleibt seit dem Heimleitungswechsel ein ständiger Kampf um Räume, Antworten, Gelder, Würde!

Zudem spart die Stadt Kiel jetzt in der Flüchtlingshilfe massiv. Damit fällt z.B. auch die geringfügige Unterstützung, die wir für ein Jahr für die Arbeit des Vereins erhalten haben, weg.
Und auch an anderen Stellen wird der Rotstift angesetzt auf Kosten der Gesellschaft.

Der Betreuungsschlüssel wurde mal eben von 1:100 auf 1:300 erhöht und mit dem zeitgleichen Wegfall und den Einsparungen an Honorarkräften, Initiativen, geringfügig Eingestellten, bleiben die Hauptamtlichen -die seit über einem Jahr am Limit laufen- auf noch mehr Arbeit alleine sitzen.
Wer hat sich diesen Mist ausgedacht? Wer glaubt denn ernsthaft anstehende Probleme ohne Geld und mit unqualifizierten Kräften aussitzen zu können?

So werden alle geschafft und so kann auf Dauer der Weg der Integration ganz sicher nicht bewältigt werden.

Eine radikale Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik? Ja, aber wohin?

12 Sep

Jens Berger von den Nachdenkseiten hat es auf den Punkt gebracht!

Wenn man sich in dieser Woche einmal die Leitartikel einiger konservativer Blätter und die Statements großkopferter Funktionäre der Parteien, die ein „C“ in ihrem Namen tragen, anhört, könnte man glatt glauben, es herrsche Merkeldämmerung. Vor allem zwischen CDU und CSU scheint ein Wettkampf entbrannt zu sein, wie man das eigene Versagen bei der Flüchtlingspolitik am besten durch eine halsbrecherische Rhetorik kaschieren kann. Man fordert nun eine „radikale Kehrtwende“ bei der Flüchtlingspolitik. Aber was meint man damit eigentlich konkret?

…Vielleicht ist die Kritik aber auch ernst gemeint. Es gibt schließlich gute Gründe, Merkels Flüchtlingspolitik zu kritisieren. So hat die „Flüchtlingskanzlerin“ beispielsweise nichts, aber auch gar nichts, getan, um die Fluchtursachen zu stoppen. Wer weiß … vielleicht meint radikale Kehrtwende ja, dass Angela Merkel sofort die Bundeswehr zurückrufen soll und ihren lieben Freunden aus Washington – natürlich auf Augenhöhe – die Nutzung ihrer auf deutschem Gebiet liegenden Stützpunkte im Rahmen kriegerischer Aktionen zu untersagen? Vielleicht wünschen die Unions-Granden ja, dass Angela Merkel Obama, Putin, Erdogan, Salman ibn Abd al-Aziz und natürlich Baschar al-Assad zu gemeinsamen Friedensgesprächen nach Berlin oder von mir aus nach München einladen soll? Vielleicht geht es aber auch um die zahllosen Wirtschaftsflüchtlinge und die Vertreter der selbsternannten christlichen Parteien fordern von Merkel, dass sie sich endlich dafür einsetzt, faire Bedingungen im Welthandel durchzusetzen und den Staaten der sogenannten Dritten Welt zu gestatten, sich durch protektionistische Maßnahmen vor der übermächtigen Konkurrenz aus den USA, der EU und Ostasien zu wehren? Das wäre eine wirklich radikale Kehrtwende…weiterlesen

Quelle: Nachdenkseiten

Email aus Bayern @ Ehrenamtliche….

10 Sep
Hallo,
ich unterstütze den Verein „Integrationshilfe LLäuft e.V.“ aus Landsberg in Bayern. Dieser ruft für den 1. Oktober zu einem 24 stündigen Warnstreik der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer auf, inklusive einer großen Kundgebung auf dem Hauptplatz in Landsberg. Mit diesem Warnstreik soll der Politik aufgezeigt werden, so kann es nicht weitergehen. Mit den immer neuen Gesetzen und Gesetzesverschärfungen kommen sowohl die Geflüchteten, als auch die Ehrenamtlichen bundesweit an ihre Grenzen. Mit der planlosen Umsetzung des neuen Integrationsgesetzes, insbesondere der rückwirkenden Umsetzung der Wohnsitzauflagen, ist jetzt ein Punkt erreicht, wo gehandelt werden muss. Die Mißstände und die damit verbundene Be- und Verhinderung der Integration häufen sich dermaßen, dass es nicht länger hinnehmbar ist. Ganz aktuell sollen jetzt auch noch die Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge gekürzt werden. Es reicht einfach! Integration ist ein Menschenrecht und kein politischer Spielball und die geflüchteten Menschen dürfen nicht länger wie Schachfiguren hin und hergeschoben werden! Einer muss den Anfang machen und dieses geschieht nun in Bayern. Es haben sich schon einige Landkreise angeschlossen, aber damit das richtig Erfolg hat und man wirklich etwas bewirken kann, braucht es so viele Leute und Initiativen wie möglich, die sich entweder beteiligen oder öffentlich Solidarität zeigen. Seid Ihr dabei und wollt Ihr Farbe bekennen und Euch mit den bayerischen Flüchtlingshelfern solidarisch zeigen?… Weiterlesen
Bild

Glücklicher Jemen

8 Sep

jemen

Werkzeug gesucht!

26 Aug

Wir suchen für eine geplante Reparaturtauschbörse gutes Werkzeug für Arbeiten im Bereich der Feinelektrik.

Bitte melden: SbSievert@aol.com

„Der Horror von Köln“

26 Aug

Leider kann man niemanden zwingen diesen Artikel von den Nachdenkseiten zu lesen, es lohnt sich.
(Man kann das Ganze auch als Audio Podcast hören)

Durch die Ereignisse am Hauptbahnhof in der Silvesternacht 2015/16 wurde Köln zu einer Art Chiffre barbarischer Gewalt knapp unterhalb von 9/11. Die schaurigsten Pegida-Fantasien schienen wirklich zu werden: Zu Hunderten fallen „Araber“ über wehrlose deutsche Frauen her – und dies auch noch vor den Augen einer völlig überforderten Polizei. Eine „fremde“, bedrohliche und aggressive „Kultur“ erschien von nun an als größtmögliche Bedrohung für „unsere“ Zivilisation. Doch was ist in Köln wirklich geschehen? Und was wurde aus den Mörderbanden vermeintlich ausländischen Ursprungs? Jens Wernicke sprach mit dem in Köln lebenden investigativen Journalisten und Buchautor *Walter van Rossum.

Herr van Rossum, die Ereignisse des letzten Silvesters in Köln haben Sie sowohl als Kölner als auch als Journalist nicht mehr losgelassen. Auf „Deutschlandfunk“ erschien daher vor kurzem ein beachtenswertes Feature von Ihnen hierzu. Ist inzwischen klar, was da genau, was wirklich geschah?
weiterlesen….

*Walter van Rossum ist Autor, Medienkritiker und Investigativjournalist. Er studierte Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris. Mit einer Arbeit über Jean-Paul Sartre wurde er 1989 an der Kölner Universität promoviert. Seit 1981 arbeitet er als freier Autor für WDR, Deutschlandfunk, Zeit, Merkur, FAZ, FR und Freitag. Für den WDR moderierte er unter anderem die „Funkhausgespräche“.

Schande

18 Aug

Vom Schicksal der Verdammten

Laut Europol gelten allein in Europa mindestens 10.000 minderjährige Geflüchtete als vermisst. Diese Schätzung ist weiterhin sehr konservativ. Nach anfänglichen Randmeldungen liest und hört man mittlerweile jedoch nichts mehr davon. Sowohl die Medien als auch die Polit-Elite haben sich dazu entschlossen, dieses tiefgreifende Problem, welches die dunkelsten Seiten unserer Gesellschaft hervorbringt, zu verdrängen. Dabei muss man sich der Frage stellen, was mit all diesen Kindern passiert ist – und welchen kriminellen Machenschaften sie womöglich in die Hände geraten sind.
weiterlesen…

Von Emran Feroz.

„Diese bürokratische Gleichgültigkeit kann nicht unsere moralischen Standards bestimmen. Wenn ein Hund verloren geht, verbreiten die Menschen dringliche Nachrichten auf ihren Facebook-Seiten. Doch wenn wir der größten Anzahl von vertriebenen Kindern seit dem Zweiten Weltkrieg begegnen, gehen wir in einer Unzahl von [bürokratischen] Institutionen unter. Das ist eine Schande.“

Quelle: Nachdenkseiten veröffentlich in: Das kritische Tagebuch

Bild

5. Festival am kleinen Strand

18 Aug

festival16_A1plakat_freigabe-1

Schusterkrug/Tempest – Fahrradwerkstatt

15 Aug
????

????

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Jubelartikel über unseres Fahrradwerkstattteam vom Schusterkrug erscheinen, denn trotz aller Belastungen vor Ort hat sich das Team bereit erklärt, die Flüchtlinge aus Schilksee bei der Versorgung mit Fahrrädern, Werkstatt, Arbeitskräften zu unterstützen.
Die Erfolgsgeschichte der Fahrradwerkstatt für Geflüchtete will sich weiter ausdehnen und da kann man nur den Hut ziehen!

Das Jubeln bleibt stumm, weil wir immer noch nicht weiter mit den Werkstatträumen im Schusterkrug gekommen sind und sich die letzte Zusage, das letzte Angebot, auch wieder nicht manifestiert hat.
Wir verzweifeln zunehmend.
An die 600 Fahrräder wurden schon ausgegeben, unter Arbeitsbedingungen die man wirklich nicht als schön bezeichnen kann.
So kann es nicht weitergehen!

Schon am 9. Oktober 2014 lautete die Überschrift eines Artikels „Viele Kieler wollen helfen-wir brauchen mehr Raum!“