Archiv | September, 2014

Flüchtlingskinder und Flüchtlingsjugendliche in Kiel

28 Sep

Bei der Hälfte der Flüchtlinge und Asylantragssteller in Deutschland handelt es sich um Kinder und Jugendliche.
Das aktuelle deutsche Ausländer- und Asylrecht schränkt Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien in Deutschland ein und verwehrt ihnen den Zugang zur Bildung, medizinischer Versorgung und sozialer Teilhabe.

Gerade die Kinder und Jugendlichen sind besonders schutzbedürftig.
Sie haben ihre Heimat und alles verloren, was ihrem Leben Sicherheit gab. Die Auffangsysteme in Deutschland sind weit davon entfernt, der spezifischen Situation dieser Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden.
Daher der Appell an die Stadt Kiel, nicht nur von Willkommenskultur zu reden, sondern jetzt die Weichen für die notwendigen Hilfen zu schaffen.
Bisher fehlte es für diese Kinder und Jugendlichen an notwendigen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Flüchtlingskinder werden in erster Linie als Anhängsel der Eltern wahrgenommen und nicht als eigenständige Persönlichkeiten, mit ganz besonderen, kinderspezifischen Bedürfnissen.
Flüchtlingskinder sind in erster Linie Kinder und verdienen unsere Beachtung und Unterstützung.
Nachzulesen in der UN Kinderrechtskonvention, die einen Anspruch auf Erziehung und Bildung begründet.
Diese Sicht findet sich auch im Artikel 24 der Europäischen Grundrechtecharta, die besagt, dass die Rechte und Belange der Kinder zu wahren sind und nicht automatisch hinter anderen, ausländerrechtlichen Vorschriften zurücktreten dürfen.

Die Allgemeinen Vorschriften des Kinder- und Jugendhilferechts legen fest, dass jedes Kind „ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ hat. Dies gilt auch für Flüchtlingskinder.
Die Bundesregierung hat die UN Kinderrechtskonvention ratifiziert und muss demnach dafür sorgen, dass das Wohl des Kindes bei allen sie betreffenden Maßnahmen vorrangig berücksichtigt wird. Das gilt natürlich auch bei der Anwendung aller entsprechenden ausländerrechtlichen Vorgaben wie Aufenthaltsgesetz, Asylverfahrensgesetz oder Asylbewerberleistungsgesetz. Weiterlesen…

Flüchtlingskinder in Deutschland/PRO ASYL

22 Sep

Am 9.9.2014 wurde von UNICEF der neue Bericht „Flüchtlingskinder in Deutschland“ vorgelegt.
„Sie bleiben Kinder, auch und gerade auf der Flucht, und haben als Kinder besondere Bedürfnisse.“
Dass es sich in erster Linie um Kinder handelt, wurde in der Vergangenheit vergessen. Weiterlesen

Presseerklärung von Pro Asyl

22 Sep

Realpolitik in ihrem schlechtesten Sinne:

Baden-Württemberg stimmt Asylrechtsverschärfung im Bundesrat zu.
PRO ASYL: Fataler Deal auf Kosten von Roma-Flüchtlingen.
Im zweiten „Asylkompromiss“ nach 1992 wurde das Menschenrecht auf Asyl erneut Gegenstand eines politischen Geschäfts. Weiterlesen

Es geht weiter

20 Sep

So langsam nimmt die Stadt Kiel Fahrt auf und wir hoffen auf mehr.

Ratsversammlung 18.9.2014 zum Thema Flüchtlinge
„Heute sagen wir als Kieler Ratsversammlung allen Flüchtlingen: 
Willkommen.
Und wir setzen uns dafür ein, dass dies nicht nur eine Worthülse bleibt, sondern sie mit Leben gefüllt wird – so wie es bereits viele ehrenamtlich Engagierte in Kiel tun. Es ist eine Frage der Haltung – und in Kiel gehen wir mit gutem Beispiel voran.“ Weiterlesen

Kurzer Zwischenstand

13 Sep

Unsere ersten Flyer sind fertig und werden ab heute eifrig verteilt mit der Hoffnung, immer mehr Menschen zu erreichen, die mit uns gemeinsam den Flüchtlingen helfen wollen.
Wer beim Austragen und Verbreiten behilflich sein möchte, meldet sich bitte bei der Redaktion.

Wir sind bewegt und erfreut von der positiven Resonanz auf unseren gerade erst gegründeten Verein!

Bisher haben uns schon einige Institutionen mit denen wir gesprochen haben, wie z.B. die Kirchengemeinden vor Ort und die Schulen, Künstler wie Heinz Ratz, aber auch einfach Nachbarn, Unterstützung zugesagt.

Die Igf Friedrichsort hat z.B. schon vor einiger Zeit Initiative ergriffen und betreut ein Projekt zum Deutschlernen mit jugendlichen Flüchtlingen.

Alles in allem geht es schneller voran als gehofft, näheres und genaueres zu den bald folgenden Aktionen, werden hier bekannt geben.

Warum werden nicht mehr Gebäude freigegeben?

13 Sep

Der bisherige Stand der Stadt Kiel für das MFG5 Gelände sieht vor, dass 1-2 Gebäude für Flüchtlinge freigegeben werden.
Warum nur so wenige, wenn auf der anderen Seite beklagt wird, dass der Flüchtlingsstrom nicht abreisst und sogar in Erwägung gezogen wird, Flüchtlinge in Neumünster im Zelt überwintern zu lassen?

Uns ist bewusst, dass eine Unterbringung auf dem Kasernengelände mit Schwierigkeiten verbunden ist, diese Herausforderung müssen wir mangels Alternativen annehmen.
Allerdings haben wir Angesichts der Weltlage keinerlei Verständnis für die Querelen Kieler Politiker, die sich gegenseitig Untätigkeit vorwerfen und untätig bleiben.

Ob der sogenannte „Willkommenstag“, zu dem Flüchtlinge aus 57 Nationen eingeladen wurden, den Ministerpräsident Albig am 22.9.2014 im Berufsbildungszentrum Ravensberg abhalten möchte, das richtige Signal in der aktuellen Situation ist, wird jetzt schon von vielen bezweifelt.

Herr Christen von den KN, hat dazu in seinem Kommentar am 12.9. den Nagel auf dem Kopf getroffen,
„Wer Wintercamps einrichtet, hat es schlicht versäumt, Flüchtlingen rechtzeitig ein festes Dach über dem Kopf zu besorgen.“

Herzlich Willkommen bei WIF e.V. !

7 Sep

Es ist vollbracht!
Wir haben heute am 7.9.2014 unseren Verein gegründet.

Unsere Satzung

Ghetto oder Chance

5 Sep

Wir wollen unsere schon bestehende Bürgerinitiative „WIF“ nutzen, um die erwarteten Flüchtlinge auf dem MFG5 Gelände willkommen zu heissen.
Dazu werden wir in Kürze einen Verein gründen. Engagierte und passiv unterstützende Mitglieder sind herzlich willkommen!

Ab sofort wird die Internetseite „Wir in Friedrichsort“ laufend über den Stand der Entwicklung berichten.
Für den Aufbau eines Netzwerkes, brauchen wir viel Hilfe in den verschiedensten Bereichen.
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