An die Stadt Kiel: wir brauchen Hilfe beim helfen

16 Dez

„Vorausschauend auf das nächste Jahr ist die Einrichtung weiterer Unterkünfte nötig. Das BAMF hat die Prognose gestellt, dass ähnlich viele Menschen Asyl in Deutschland suchen werden wie 2014. Eine Einrichtung kann am Schusterkrug in Friedrichsort entstehen. Angrenzend an Friedrichsort, bietet das ehemalige MFG5-Gelände Platz, den Kiel zu einem schönen, modernen Ort herrichten kann, der sich an den Bedürfnissen der Flüchtlinge orientiert. Vorbilder hierfür gibt es deutschlandweit wenige, vielleicht können wir ein weiteres Vorbild werden….Ehrenamtliche Partizipation ist bei der Anzahl an Kielerinnen und Kielern im Asylverfahren zurzeit wünschenswert.“ 
(Quelle: SPD Ratsfraktion Newsletter//Flüchtlinge in der Welt-in Kiel )

Liebe Ratsfrauen und Ratsherren,liebe Politiker in Schleswig-Holstein,

wir engagieren uns wie viele andere Bürger in Kiel, in der Hilfe für Geflüchtete. 
Jeder Bürger der sich in diese Thematik einbringt, ist ein Gewinn für die Flüchtlinge und auch für die Stadt Kiel. Übernimmt der Bürger doch mit seinem Einsatz Aufgaben, die maßgeblich zur Integration beitragen und ausserdem belegt er täglich damit, dass unsere soziale städtische Wertegemeinschaft noch funktioniert.

Mit viel Herz und Zeit werden von Ehrenamtlichen, Vereinen, Initiativen, emsig Aufgabenfelder in der Flüchtlingshilfe abgearbeitet, Patenschaften ins Leben gerufen, Deutschkurse angeboten, Schulbegleitungen zusammengestellt, Fahrradwerkstätten eingerichtet, unbegleitete Minderjährige versorgt, usw.usw.

Faktisch sind die Flüchtlinge, für die wir einstehen, immer noch aus dem regulären Gesundheitssystem ausgegschlossen!

Ihre Aufgabe, liebe Ratsfrauen und Ratsherren, sollte es sein, dies zu ändern und damit unser aller Leben und unsere aller Arbeit zu erleichtern.
Wir stehen als Helfende ohnmächtig vor einer krassen Vorgabe aus dem Asylbewerberleistungsgesetz und können uns die Hacken ablaufen, um unsere Flüchtlinge vor dem gesundheitlichen Versorgungsmissstand zu schützen.
Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und alte Menschen dürfen nur zur Akutversorgung zum Arzt.

Die ärztliche Betreuung der teilweise schwer kranken Flüchtlinge ist ein großes Problem. Das  Prozedere mit Sozialamt, Krankenschein, Wartezimmer und Überweisung zum Facharzt dauert oft zu lange, um bei akuten Krankenfällen schnell die notwendige Hilfe leisten zu können.

Gesundheitsversorgung muss unhabhängig vom Aufenthaltstatus zugänglich sein.
Der Arbeitsaufwand, die Ohnmacht und Sorge, die uns Helfenden und den Betroffenen durch diese Versorgungslücke entsteht, muss nicht sein.
Die Menschrechte, die Kinder- und Jugendrechte, gibt ihnen als Politiker die Legitimation, neue Lösungswege zu unterstützen und den Wahnsinn dieser Unterversorgung zu stoppen!

Wir sind mit kompetenten Fachleuten bereit, der Stadt Kiel im Frühjahr ein Konzept für eine menschenwürdige Versorgung auf dem MfG Gelände anzubieten und können dann auch ein System vorstellen, von dem alle Flüchtlinge in Kiel nutzen haben könnten, sofern die Politik bereit ist, menschenwürdig zu handeln.
Wie hieß es so schön in dem Newsletter?
„Vorbilder hierfür gibt es deutschlandweit wenige, vielleicht können wir ein weiteres Vorbild werden.“
Wir können an dieser Stelle ein reales Vorbild schaffen und Kiel damit als moderne Stadt im diesem Jahrhundert präsentieren.
Eine Stadt, die sich auch den Menschenrechten verpflichtet fühlt.

Wenn sie uns in dieser Angelegenheit unterstüzten möchten, schreiben sie eine Mail an:
Sbsievert@aol.com

Betreff: Gesundheit

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