Archiv | August, 2015

Dank an Anstatt e.V. , vielen Dank …

30 Aug

….für zwei wunderschöne Veranstaltungen die ihr organisiert habt!
Es waren zwei tolle Tage für die Geflüchteten, für alle Kieler und für die vielen auswärtigen Besucher.
Das „Festival am kleinen Strand“ und das „Willkommensfest“ auf dem MfG5-Gelände, diese beiden Veranstaltungen haben beeindruckt.
Es fanden sich viele  Menschen zusammen, und alle mit dem Ziel die Flüchtlinge Willkommen zu heissen und zu unterstützen. Es war für mich ein bewegendes und aufbauendes Erlebnis dieses Wochenende dabei gewesen zu sein.
Als wir vor über einem Jahr die Vereinsgründung planten, träumten wir von genau solchen Veranstaltungen mit den Flüchtlingen.
Ihr habt diese Vision von Integration wunderbar umgesetzt und es gab von allen Seiten zu Recht nur positive Rückmeldungen.
Und der Vollmond zum Festival der sich im Meer spiegelte, und ein fast regenfreier, warmer Kieler Nachmittag haben das Ganze perfekt abgerundet.
Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr!

(Wobei das interkulturelle Buffet gerne früher wiederholt werden sollte und regelmäßig.)

Nicht nur der OB Herr Kämpfer drehte fröhlich ein paar Runden mit dem Cruiser Shopper auf dem Mfg5 Gelände. Viele Besucher wollten doch schon immer einmal auf so einem Teil cruisen und nahmen daher die Gelegenheit, die ihnen die Fahrradwerkstatt vom Schusterkrug bot, gerne wahr.

obrichtig

ohj

Wer mindestens 500 Euro spendet, kann sich diesen Wunsch täglich erfüllen und das Gefährt erwerben.
Gebote an sbsievert@aol.com

 

 

Hans-Jörg Müller von unserer Fahrradwerkstatt gibt Starthilfe

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Massenflucht

29 Aug

Auf den Nachdenkseiten wurde ein Artikel von Peter Vonnahme eingestellt, der überaus lesenswert ist.
Peter Vonnahme war Richter am Bayrischen Gerichtshof und auch als Asylrichter tätig.
Man fragt sich in den letzten Tagen schon, wo z.B. der bayrische Inneminister lebt, wenn er meint, man könne Menschen mit Taschengeldkürzungen davon abhalten ihr Leben zu retten.

„…Entscheidend ist jedoch, dass nach meiner sicheren Erinnerung nahezu alle Asylbewerber einen überaus triftigen Grund für das Verlassen ihrer Heimat hatten. Das sollte all jenen zu denken geben, denen das Wort vom Asylbetrüger so leicht über die Lippen geht. Warum nennt man eigentlich die Asylsuchenden Betrüger? Kein Bauwerber, dessen Bauantrag abgelehnt wird, ist in unserem Sprachgebrauch ein Baubetrüger. Ebenso wenig ist ein Unternehmer, dessen Subventionsantrag abgelehnt wird, ein Subventionsbetrüger. Nur die erfolglosen Asylantragsteller sollen Betrüger sein…?“

„…Was wir derzeit in TV-Bildern sehen, sind Flüchtlingsströme von Arm nach Reich und solche aus Kriegsgebieten in vermeintlich sichere Zufluchtsorte. Wir, die alteingesessenen Bewohner der wohlhabenden und befriedeten Länder Europas, müssen diese Entwicklung nicht schön finden. Doch darauf kommt es überhaupt nicht an. Denn niemand fragt uns nach unserer Meinung. Die Elenden und Verzweifelten dieser Welt machen sich einfach auf den Weg. Auf Gedeih und Verderb.

Ende 2013 gab es nach dem Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) weltweit 50 Millionen Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene; ein Jahr später waren es 10 Millionen mehr. Die Hälfte dieser Flüchtlinge sind Kinder. Etwa 20 Millionen Menschen leben heute im ausländischen Exil. Allein aus Afghanistan und Syrien flüchteten je ca. 2,5 Millionen, aus Somalia ca. 1,2 Millionen und aus dem Irak gut 400.000. Die meisten dieser Flüchtlinge leben heute in riesigen Lagern in der Türkei, in Pakistan, im Libanon und im Iran, somit in Ländern, die bereits vor Eintreffen der Flutwellen erhebliche wirtschaftliche und soziale Probleme hatten. Diese Aufnahmeländer haben nicht annähernd den Wohlstand der entwickelten europäischen Staaten. Gleichwohl müssen sie versuchen, die erdrückende Flüchtlingslast zu bewältigen. Die Lage in den Flüchtlingslagern ist oft katastrophal. Man kann es erahnen, wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten Deutschland, eines der wohlhabendsten Länder der Welt, hat, weitaus weniger Flüchtlinge unterzubringen…“

Unbedingt weiterlesen…

Er ist da!

24 Aug

Die letzte Hürde konnte dank des christlichen Vereins genommen werden und nun ist der Fahrradwerkstattcontainer endlich da! 🙂
Er braucht noch ein wenig Pflege und Ausstattung, aber dann….

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fahrrad

ABER

15 Aug

Aus aktuellem Anlass ein sehr interessanter Artikel aus der „Wiener Zeitung online“ geschrieben von Isolde Charim vom 31.07.2015.

Wie das Wort „aber“ den „Du-darfst-Rassismus“ einleitet.
Was ist das schlimmste Wort in der ganzen Debatte um Asylsuchende und Flüchtlinge?
Da mag einem auf Anhieb viel einfallen. Aber das schlimmste Wort ist nicht eines der direkten Attacke. Denn bei einer solchen muss man sich wenigstens mit offenem Visier hinstellen und zeigen, dass man ein fremdenfeindliches, rassistisches Schwein ist. Das noch schlimmere, das schlimmste Wort ist raffinierter. Es fiel etwa bei dem Gespräch, das Umweltminister Rupprechter vor einigen Tagen mit einem Biobauer führte. Beim Thema Asylwerber waren sie sich einig: „Es gibt die, die fliehen müssen, weil sie bedroht oder verfolgt werden. Aber es gibtauch sehr viele, (…) die damit Geld verdienen.
Die Schlepperei ist ein Wirtschaftszweig geworden.“ Da war es, das schlimmste Wort. Ganz unscheinbar tritt es auf – und verändert dennoch die gesamte Tonlage:
ABER.
weiterlesen….

Endlich! „Lailas 1. Schultag“

4 Aug

Liebe ehemalige vierte Klasse der Claus-Rixen-Schule Altenholz-Stift,
liebe Petra, liebe Lucki,

manchmal kommt alles anders als gedacht und manchmal noch schlimmer als vorstellbar.
So erging es uns bei der Fertigstellung des Films, den wir mit euch entwickelt und abgedreht hatten.
Die Tage mit euch waren ein echtes Erlebnis und sehr produktiv.

Und dann ging es nicht weiter.
Hätten wir etwas an dem Zeitplan ändern können und hätten wir zaubern können, um unser Versprechen einzuhalten bei euch an der Schule zum Interkulturellen Fest aufzutreten, so hätten wir es ganz sicher getan!
Manchmal kann man sich auf den Kopf stellen und nix passiert. Es gab Abläufe bei der Fertigstellung, die wir leider nicht beeinflussen konnten.

Nun ist unser Film endlich fertig und wir sind sehr stolz damit auf Tournee gehen zu können!
Vielen Dank für euren Mitarbeit, schön dass es euch gibt. 🙂

(Die CD’s und Einladungen erhaltet ihr bald mit der Post, wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen.)