Archiv | September, 2015

Asylrechtsverschärfung: Scharfer Widerspruch aus der Zivilgesellschaft

28 Sep

 

Während sich CDU/CSU, SPD und Grüne auf weitreichende Maßnahmen zur Entrechtung und Ausgrenzung von Flüchtlingen geeinigt haben, trifft die geplante Asylrechtsverschärfung bei Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen und weiteren mit Flüchtlingsarbeit und Asylrecht befassten Akteuren der Zivilgesellschaft auf scharfe Kritik.
Die Ergebnisse der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur Asyl- und Flüchtlingspolitik am 24. September 2015 sowie der vorliegende Entwurf eines „Asylbeschleunigungsgesetzes“ werden von zahlreichen Organisationen weitgehend einhellig kritisiert, obwohl ihnen das Bundesinnenministerium für die Stellungnahme eine Frist von unter 30 Stunden gesetzt hatte. PRO ASYL hatten im Vorfeld öffentlich massive Kritik an den Verschärfungsplänen geübt.

Eine Übersicht über vorliegende Stellungnahmen und Kommentare:weiterlesen…

Quelle Pro Asyl

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Sie ist wieder da

27 Sep

Eine sehr gute Nachricht: das vermisste Mädchen ist gefunden.

Vermisst

25 Sep

Zuletzt wurde Neerven morgens im Bus Richtung Kiel gesehen.
Wer Hinweise geben kann, wendet sich bitte an die Polizei!

vermisst

Skaten mit Louis Taubert

23 Sep

Beim Festival „Refugees Welcome“ vom 30. August, war Louis bereits vor Ort und hat mit Helge Bachmann vom Support Skateshop Kiel und anderen Freiwilligen, Rampen aufgestellt und ist mit den Besuchern direkt losgeskatet.
Bei der tollen überdachten Location direkt am Meer wurden Wünsche nach mehr wach…

Umso erfreulicher ist es, dass Louis, gemeinsam mit dem „Support Skateshop“, den Wunsch nach „mehr“ umgesetzt hat und in den vergangenen Tagen einen Einführungsworkshop geben konnte, in dem die Basics auf dem Brett vermitteln wurden.
Von 11 bis 32 Jahren, Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche aus dem Schusterkrug, haben an den Tagen viel gelernt; zudem hatten wir viel Spaß dabei!

Seit geraumer Zeit leitet Louis Taubert ein Projekt namens „The Pigeon Plan“.
„…Anfang des Jahres haben wir 100 Skateboards nach Südafrika schicken können, diese in diversen Institutionen (Kinderheimen, Jugendzentren, Grundschulen) untergebracht. Seit 1 1/2 Jahren arbeiten wir außerdem mit Flüchtlingskindern in einer „Willkommensklasse“ der Jens Nydhal Grundschule in Kreuzberg, Berlin.
Jetzt wollen wir speziell in den Flüchtlingsheimen etwas tun und sehr gerne auch in Kiel tätig werden.“

Willkommen.
https://www.facebook.com/thepigeonplan?_rdr=p

Bühne frei für Geflüchtete – Herkunftsland Somalia

22 Sep

Die ZBBS lädt ein zu
„Bühne frei für Geflüchtete – Herkunftsland Somalia“
am 25. September in der hansa 48 um 19 Uhr
Geflüchtete aus Somalia präsentieren ihr Land mit einem Vortrag über die Geschichte und Kultur Somalias, Live-Musik, Theater, Speisen und Tanz.

SooMaal

Keine Kleiderspenden zum Schusterkrug

16 Sep

Wir möchten sie bitten keine Spenden mehr in den Schusterkrug zu bringen.
Es gibt leider keine Lagermöglichkeiten vor Ort.
Bitte teilen sie auch keine Sachen mehr Säckeweise an die Bewohner aus, die Reste landen vor den Häusern und in den Fluren und müssen dann von den Mitarbeitern vor Ort entsorgt werden, die dafür keine Kapazitäten frei haben.

Ihr Hilfsbereitschaft ist toll und das DRK nimmt ihre Kleiderspenden gerne entgegen!
Auch können sie bei kielhilft@gmail.com nachfragen, was wo gebraucht wird.

Danke.

Ein Jahr WiF

14 Sep

Wir haben mit den Gründungsmitgliedern still und leise unser einjähriges Vereinsbestehen, in Gedenken an unseren in diesem Jahr verstorbenen Schatzmeister Joachim zelebriert.

Wir haben das Jahr gemeinsam am Gründungsküchentisch Revue passieren lassen, und stellten dabei fest, dass wir unendlich vielen Menschen sehr dankbar sind.

Nur durch eine starke, helfende, sich für den anderen verantwortlich fühlende Gemeinschaft, sind wir so weit mit unserer Arbeit gekommen und konnten die vielen Herausforderungen meistern.
Könnte man alle daran Beteiligten klonen, hätten wir einige Probleme weniger auf dieser Erde…

Nach den Sommerferien hat sich vieles am Schusterkrug verändert und vergrößert.
Es sind neue große und kleine Projekte entstanden, über die wir demnächst hier im Blog wie gewohnt berichten werden.

Abgrenzen. Ausgrenzen. Grenzen zu. Und dann?

14 Sep

Vom SPON-Ressortleiter Roland Nelles konnte man tatsächlich ein 
„Schön war´s, das Sommerrefugeemärchen…“ als Kommentar zur Wende in der Berliner Flüchtlingspolitik lesen…das tut weh und ist mehr als niveaulos!

Dagegen gibt es auf den „Nachdenkseiten“ einen lesenswerten Artikel von Wolfgang Lieb zu der aktuellen Flüchtlingskrise.

„…Es ist doch nichts Neues, dass derzeit fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Allein im Jahr 2014 mussten nach UNO-Angaben fast 14 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Allein über das Mittelmeer kamen nach Schätzungen des Flüchtlingswerks der UNO (UNHCR) schon im letzten Jahr ungefähr 218.000 Menschen aus Afrika übers Mittelmeer nach Europa.
Wir wissen doch, dass dabei etwa 3.500 ertrunken sind.
Wir haben doch die Szenen auf Lampedusa oder anderen Mittelmeerinseln, aber auch die Flüchtlingstrecks auf der Landroute aus dem Nahen Osten über Griechenland und den Balkan in den abendlichen Nachrichten verfolgen können. Konnten wir, vor allem konnte die Politik wirklich glauben, dass die Griechen oder die Italiener mit ihren Außengrenzen zu den Ländern, aus denen die Menschen fliehen, mit den Gestrandeten alleine fertig würden?
War es realistisch, zu glauben, dass die eine Million Flüchtlinge (ein Drittel der Bevölkerung) auf längere Dauer ausweglos in den Lagern im Libanon bleiben würden? Jordanien gilt mit 1,9 Millionen Flüchtlinge als das „Flüchtlingshaus“ in Nah-Ost. Die Türkei hatte bislang weltweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen. Konnte die deutsche Politik, die weder einen Plan für die Friedensstiftung im Irak, in Syrien, in Afghanistan oder in Afrika hat, wirklich damit kalkulieren, dass ihr die Frontex-Politik – mit der Sicherung der Außengrenzen – und das Dublin-Abkommen – wonach nur die Ankunftsstaaten der Flüchtlinge für die Durchführung eines Asylverfahrens zuständig sind – die Flüchtlinge aus dem Lande halten würden?
Das war entweder zynisch oder bodenlos dumm…“

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