Archiv | März, 2016

500 :-)

21 Mrz

500

Der ehrenamtliche Mitarbeiter Klaus Dieter Gans und die Helfer Mustafa Siedkhen und Nouri Daid (von links), übergeben am 03. März 2016 in der Fahrradwerkstatt im Schusterkrug das 500.ste Fahrrad an Kasem Ose.
siehe auch hier

„Ich werde zunehmend wütend…“

20 Mrz

Ein Interwiev mit Herrn Professor Trabert auf „derFreitag“
Als Arzt und Vorsitzender des Mainzer Vereins „Armut und Gesundheit“ kommt Gerhard Trabert zu dem Schluss: Armut macht krank und Krankheit macht arm
Quelle: derFreitag

Einige Tafeln schlagen bereits Alarm, fühlen sich überfordert, sprechen von einer Obergrenze an Lebensmitteln. Die „Flüchtlingskrise“ ist hier bereits angekommen.

Ich habe bezüglich dieser Realität schon etwas Angst, und befürchte, dass dies von rechtspopulistisch-rassistischen Gruppierungen, wie der AfD, benutzt wird, um zu hetzen und Ängste zu schüren. Diese Diskussion spiegelt im Prinzip nur wider, dass man die Armut lange Zeit einfach nicht beachtet hat. Jetzt werden die politisch Verantwortlichen dazu gezwungen sich mit menschenrechtskonformen Versorgungsstrukturen zu beschäftigen und diese umzusetzen. Menschen am Rande unserer Gesellschaft fühlen sich häufig nochmals benachteiligt, da man sie schon zuvor nicht beachtet und geachtet hat. Jetzt geht es aber darum, das Bewusstsein insgesamt zu schärfen. Ich glaube fest daran, dass wir das Potential und die Möglichkeit besitzen, umfassend etwas im Sinne sozialer Gerechtigkeit zu verändern.

Das heißt die sogenannte Flüchtlingskrise macht Armut in der Gesellschaft insgesamt sichtbarer?

Genau dies wäre mein Wunsch und meine Hoffnung: dass das Thema Armutsbekämpfung, Inklusion, gerechte Verteilung von Vermögen und Einkommen wieder mehr auf der Agenda steht. Und dass wir alle, besonders natürlich die politischen Entscheidungsträger, sich differenziert Gedanken machen, wie wir Armut mit all seinen verschiedenen Facetten bekämpfen müssen…“
weiterlesen hier

Waffenlieferungen an Konfliktstaaten genehmigt

15 Mrz

Maschinenpistolen und weitere Handfeuerwaffen sollen nach Jordanien, Kosovo, Panama, Trinidad und Tobago und die Vereinigten Arabischen Emirate geliefert werden
Der geheim tagende Bundessicherheitsrat hat abermals deutsche Rüstungsexporte in Staaten genehmigt, in denen Menschenrechte missachtet werden oder die mit Nachbarn in Konflikt sind. Laut Auskunft von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kann die Firma Heckler&Koch 100 Maschinenpistolen und 387 automatische Gewehre nach Indonesien liefern. Oman erhält 660 Maschinengewehre, 550 Maschinenpistolen sowie weitere Waffenteile im Wert von rund 7,1 Millionen Euro.

Quelle: Neues Deutschland

Einladung „Grenzen schließen für Waffen“

15 Mrz

Grenzen öffnen für Menschen, Grenzen schließen für Waffen
mit JÜRGEN GRÄSSLIN

Freitag, 29.März 2016 um 19 Uhr im Legienhof (Legienstr. 22, Kiel-Mitte)
Vortrag & Diskussion – Eintritt frei!

Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an Millionen flüchtender Menschen, die verzweifelt ihre Länder verlassen, um Zuflucht u.a. in Europa zu finden. Ganz legal – mit Genehmigung der Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – beliefern deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren hoch und stabilisieren im Ergebnis deren Macht.

Rüstungsunternehmen, wie Diehl, ThyssenKrupp Marine Systems oder Heckler & Koch, verdienen am Geschäft mit der Unterdrückung und dem Tod. Durch Waffenexporte aus Deutschland werden Konflikte und Kriege angeheizt und immer mehr Menschen zur Flucht gezwungen. Damit nicht genug. Um den Zugang zu Europa gänzlich abzuschotten, will Airbus (EADS) – wie rund um Saudi-Arabien bereits geschehen – zehntausende Kilometer lange Grenzsicherungsanlagen errichten.
Der Autor Jürgen Grässlin geht in seinem Vortrag den entscheidenden Fragen von Handelswegen, Akteuren, Profiteuren und Folgen auf den Grund. Grässlin zeigt konkrete Handlungsoptionen auf und fordert: Die Grenzen müssen geöffnet werden für Menschen und geschlossen werden für Waffen.

Referent:
Jürgen Grässlin ist Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. Zuletzt verfasste er „Netzwerk des Todes“. Grässlin wurde mit mehreren Preisen, wie dem „Aachener Friedenspreis“, ausgezeichnet.

Großoffensive gegen Armut gefordert

15 Mrz

Christoph Butterwege lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und ist Armutsforscher. Hier ein Interview mit ihm auf Deutschlandradio Kultur

Migration könne soziale Konflikte verschärfen, müsse es aber nicht, sagt der Kölner Politologe Christoph Butterwegge. Er fordert eine politische Großoffensive in der Armutsbekämpfung, die gleichermaßen Einheimische wie Zuwanderer erreicht.
Die vermehrte Aufnahme von Flüchtlingen wird die bundesdeutsche Sozialstruktur verändern. Armut und soziale Ungleichheit dürften spürbar zunehmen. Ja, es droht sogar eine dauerhafte ethnische Unterschichtung der Gesellschaft.
Jedenfalls dann, wenn die politisch Verantwortlichen nicht verhindern, dass Geflüchtete sozial ausgegrenzt, in Wohnsilos am Rande der Städte gedrängt und bei Bildung, Gesundheit, Freizeitgestaltung und Kultur schlechter gestellt werden.

Integration entscheidet sich auf dem Arbeitsmarkt
Problematisch wäre es auch, würden Asylberechtigte schlecht bezahlte Jobs einer Berufsausbildung vorziehen. Etwa weil sie nicht damit rechnen, lange hier zu bleiben, weil sie ihre Familie in der Heimat finanziell unterstützen oder schnell auf eigenen Füßen stehen möchten.
Es muss ihnen vermittelt werden, welch hohen Stellenwert Berufsabschlüsse und Zeugnisse in Deutschland haben. Dies nützt ihnen auch bei einer Rückkehr ins Herkunftsland.

In einem Sozialversicherungsstaat Bismarck’scher Tradition wie Deutschland hängt die gesellschaftliche Inklusion stark von der Integration in den Arbeitsmarkt ab. Eingliederungsleistungen und berufliche Qualifizierung sind dabei ganz entscheidend. Andernfalls droht die Zahl der Arbeitslosen und der Hartz-IV-Bezieher erneut zu steigen.
Hartz IV grenzt Einheimische wie Flüchtlinge aus

Quelle: Deutschlandradio Kultur…weiterlesen

Die erste Hörnchenlieferung ging raus…

13 Mrz

Unsere Nähwerkstatt näht Hörnchen für die Kinderintensivstation, siehe hier.

Lilli konnte letzte Woche unsere, mit viel Liebe genähten Hörnchen, in der Klinik abgeben.:-)

Die 500er Marke geknackt

7 Mrz

*Am 03.03.2016 wurde das 500. Fahrrad weitergegeben*

Was für ein Erfolg in noch nicht einmal einem Jahr!
Das erste registrierte Fahrrad verließ am 13.4.2015 die Fahrradwerkstatt im Schusterkrug.
Und trotz widriger Umstände – es fehlt immer noch ein passender Raum für die Werkstatt – ist das durch das Engagement und den Einsatz aller zustande gekommen.
Jeder aus dem Team der Fahrradwerkstatt hat seinen erheblichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte, die nur durch intensive Teamarbeit möglich war.
Dieses Ergebnis ist Motivation für die weitere gemeinsame Arbeit! 🙂

Das war schön!

6 Mrz

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Der Jugendtreff im Schusterkrug lud am Freitagnachmittag ein und alle kamen gerne, um die vergangenen ersten sechs Monate des Bestehens zu feiern.
Hunderte Bewohner, über 70 Kilo Fleisch, literweise leckerer Waffelteig, ungezählte Brotlaiber, Salate, viel Musik, viele Jugendliche, viele Kinder, viele Tänze, waren die Zutaten für ein tolles Fest.

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Liebe Nicol, liebe Sabine, lieber Florian, liebe unzählige Unterstützerinnen und Unterstützer, (deren Namen ich mir leider nicht alle merken kann), die regelmäßig und ausdauernd den Jugendtreff bereichern mit Kochkursen, Deutschkursen für Frauen, die Projekte für die Jugendlichen mitanbieten, die Sportangebote mit ihnen betreuen und die für alle möglichen und unmöglichen Probleme AnsprechpartnerInnen sind:
was ihr in den letzten sechs Monaten an vielschichtigen Herausforderungen gelöst habt, ist einmalig und beeindruckend!

Wir wünschen dem Jugendtreff Schusterkrug weiter so engagierte Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter mit so tollen Unterstützerinnen/Unterstützer für die Zukunft und wir freuen uns auf die nächste Feier mit euch.
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