Weiter kein Geld für das höchste Gut

15 Jul

Die Ohnmacht der Menschen die davon betroffen sind, ist kaum zu beschreiben und macht wütend.

Unterlassene Hilfeleistung
Wer am Rande der Gesellschaft steht, braucht eigentlich eine besondere Unterstützung, um Anschluss zu finden. Doch die Zeichen in der Bundespolitik stehen eher darauf, notwendige Hilfen zusammenzustreichen. So hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr Arbeitslosen weniger Wiedereingliederungshilfen als eigentlich geplant zur Verfügung gestellt. Und die Nationale Armutskonferenz kritisierte am Donnerstag, dass Geringverdiener etliche Gesundheitsleistungen nicht mehr selbst bezahlen könnten. Diese Bevölkerungsgruppe stehe vor unüberwindbaren Finanzierungsproblemen, erklärte das Bündnis von Organisationen, Verbänden und Initiativen, die sich für eine aktive Armutsbekämpfung einsetzen.
Die Konferenz forderte im Einzelnen eine vollständige Kostenbefreiung für Arbeitslosengeld-II-Bezieher sowie für Menschen, die auf den Kinderzuschlag für Geringverdiener oder Wohngeld angewiesen sind. Diese Gruppe könne die Zuzahlungen zu Medikamenten und Klinikaufenthalten nicht leisten, hieß es.
Für problematisch hält der Zusammenschluss auch die Situation von Asylbewerbern. Ihnen stehen nur Akut- und Schmerzbehandlungen zu. Gefährdet seien zudem privat und gesetzlich Versicherte, die ihre Beiträge nicht mehr bezahlen können. Auch sie bekommen nur eine Notfallbehandlung.
Die Politik habe sich weit von diesen Problemen entfernt, bemängelte die Armutskonferenz und forderte die Wiedereinsetzung der Arbeitsgruppe »Armut und Gesundheit« beim Bundesgesundheitsministerium.
Quelle: neues deutschland

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Gewalt säen

15 Jul

Saudi-Arabien und Ägypten – Bundesregierung genehmigt milliardenschwere Rüstungsdeals

Die Bundesregierung hat nach SPIEGEL-Informationen weitere Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien und Ägypten genehmigt. Aus der Opposition werden die neuen Deals scharf kritisiert.
Die Bundesregierung hat in ihrer letzten Sitzung des Bundessicherheitsrats (BSR) weitere millionenschwere Rüstungsdeals mit Saudi-Arabien und Ägypten genehmigt. Dies geht aus einer Liste hervor, die das Wirtschaftsministerium am Donnerstag dem Bundestag überreichte.
Neben den Geschäften mit den beiden Krisenländern im Nahen Osten wurde auch eine Lieferung von vier Airbus-Hubschraubern nach Serbien zugesagt.
Quelle: SPIEGEL Online

Heckler & Koch: Gelebte Völkerfreundschaft
Sämtliche Regimenter der französischen Armee sollen bis 2028 mit 102.000 Sturmgewehren der Marke HK416F von Heckler & Koch ausgerüstet werden. Das HK416F wird künftig die Famas-Sturmgewehre aus der seit 2010 geschlossenen Waffenmanufaktur in Saint-Étienne ersetzen. Der deutsche Hersteller hatte den Großauftrag bereits im September 2016 nach einer europaweiten Ausschreibung von der Beschaffungsbehörde „Direction Générale de l’Armement (DGA)“ des französischen Verteidigungsministeriums erhalten. Bereits seit Ende Juni trainiert eine Kompanie des 1. Schützenregiments in Epinal mit der ersten Lieferung deutscher Waffen, wie u.a. „La Voix du Nord“ berichtet.
Die Nachrichtenagentur AFP zitiert die französische Rüstungsdirektion (DGA) mit den Worten, die Bestellung solle auch „die soliden Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im Verteidigungssektor und besonders in der Rüstungsindustrie weiter stärken“.
Quelle: Informationsstelle Militarisierung e.V.

Übersetze schöne und unschöne Gewalt

15 Jul

Dazu Jens Berger von den Nachdenkseiten:
Merke … wer weiblich und hübsch ist und dann auch noch gegen eine linke Regierung demonstriert, darf nach Ansicht der Springer-Journalisten auch Steine werfen. Hätte die „schöne Demonstrantin“ ihre Steine in Hamburg geworden, hätte Springer auf der Titelseite der BILD nach der „Chaotin“ fahndet. So etwas nennt man wohl „doppelte Standards“ …

„Übersetze G20…“

15 Jul

Die Bilder und Geschehnisse in Hamburg haben sich natürlich auch unter den neuen Mitbürgern in Kiel verbreitet.
Die Reaktionen waren unterschiedlich. Einige wollten sofort nach Hamburg fahren um beim Aufräumen zu helfen, andere fragten welche Polizei vor Ort war; sie kannten die deutsche Polizei bisher nur in freundlich und sie konnten sich nicht vorstellen, dass es sich um deutsche Beamte handelte.
Viele äusserten ihre Angst vor den Geschehnissen, da der Eindruck entstand, ganz Hamburg sei in Schutt und Asche gelegt worden,und die Filme und Bilder die im Internet liefen, sahen nach Krieg aus.
Alle die mich ansprachen, wollten die Vorkommnisse in Hamburg „übersetzt“ bekommen. Ein so komplexes Ereignis mit kurzen, einfachen Sätzen zu erklären, ist eine kaum zu schaffende Herausforderung. Dabei steht das G20 Wochenende für etliche Probleme in Deutschland – sie wurden dort unverhohlen sichtbar – umso wichtiger sind Erklärungen und Aufklärung für alle Bürger.

Von Anfang an schwebten über unserer Arbeit mit Geflüchteten die großen Schlagwörter „Integration“ und „Kultur“. Alles was an Projekten mit Geflüchteten läuft, an Begegnungen, soll möglichst „integrieren“ und nebenbei möglichst auch noch unsere Kultur vermitteln.
Das bedeutet zwangsläufig, dass man als Vermittler zu hinterfragen beginnt, in was man hier in Kiel, in Deutschland, eigentlich „integrieren“ soll. Man findet auf dieser Suche, die unerschöpflich bereichernd ist und neugierig macht, auch unbekannte Anteile von deutscher Kultur, fast vergessene deutsche Gesetze (das Deflorationsgesetzt gilt bis heute) und allerlei Überflüssiges.
Licht und Schatten tun sich dabei auf und letztendlich bleibt die Aufgabe schwierig, denn die bessere Welt ist nicht in Sicht und wenn man sich z.B. das hiesige Schulsystem anschaut, verzweifelt man, wie man da hinein noch „integrieren“ soll, bei den Schwierigkeiten die so schon bestehen.
(siehe z.B. Artikel „Lehrermangel…“ )

Auf Facebook wurde eine Stellungnahme zu G20 veröffentlicht, die frei von Wahlkampfparolen ist und sehr gut zusammenfasst:

„Uns fällt es in Anbetracht der Wahllosigkeit der Zerstörung schwer, darin die Artikulation einer politischen Überzeugung zu erkennen, noch viel weniger die Idee einer neuen, besseren Welt.“

STELLUNGNAHME ZU DEN EREIGNISSEN VOM WOCHENENDE

Wir, einige Geschäfts- und Gewerbetreibende des Hamburger Schanzenviertels, sehen uns genötigt, in Anbetracht der Berichterstattung und des öffentlichen Diskurses, unsere Sicht der Ereignisse zu den Ausschreitungen im Zuge des G20-Gipfels zu schildern.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2017 tobte eine Menge für Stunden auf der Straße, plünderte einige Läden, bei vielen anderen gingen die Scheiben zu Bruch, es wurden brennende Barrikaden errichtet und mit der Polizei gerungen. Weiterlesen

„Der G20-Gipfel gehört ersatzlos abgeschafft.“

8 Jul

Jean Ziegler „Der G20-Gipfel gehört ersatzlos abgeschafft“ Aachener Nachrichten 5.7.2017

Denkt Jean Ziegler an die G20, wird er zornig. Der Soziologie-Professor und langjährige UN-Diplomat wirft den Vertretern der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vor, im Kampf gegen Hunger und Krieg völlig versagt zu haben….
Herr Ziegler, was halten Sie vom G20-Treffen in Hamburg?
Ziegler: Nichts! Der G20-Gipfel gehört sofort und ersatzlos abgeschafft. Er hat keinerlei völkerrechtliche Legitimation.
Warum?
Ziegler: Weil er total undemokratisch ist und die Vereinten Nationen schwächt.
Das müssen Sie erklären.
Ziegler: Ursprünglich war das Ende der 70er Jahre von Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing ins Leben gerufene Gipfelformat nur ein Forum für den informellen Austausch zwischen einzelnen Staaten. Inzwischen maßen sich die dort versammelten Regierungschefs der wirtschaftlich mächtigsten Staaten Entscheidungsgewalt an. Sie repräsentieren zwar zusammen 85 Prozent des Weltsozialproduktes, aber sie vertreten weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung. Sicherlich werden auf dem Hamburger Gipfel dringende Probleme angesprochen, die nur international gelöst werden können. Beispielsweise die Klimakatastrophe. Oder die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer. Oder das tägliche Massaker des Hungers – alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren, obwohl unser Planet problemlos die doppelte Zahl der derzeitigen Weltbevölkerung ernähren könnte. Aber die Diskussion darüber darf nicht von einem selbsternannten Herrschaftsclub hinter verschlossenen Türen und ohne demokratische Kontrolle geführt werden.
Trotzdem treten die Teilnehmer des Gipfels mit dem Anspruch an, die Interessen der Völker wahrnehmen und die Welt gerechter machen zu wollen.
Ziegler: Dieser Anspruch ist vermessen. Das haben bereits die vergangenen Gipfel gezeigt. Wer genauer hinschaut wird feststellen, dass die Staatschefs dort die Interessen des globalisierten Finanzkapitals, die Interessen einer kleinen Gruppe von Oligarchen vertreten. Sie sind längst keine eigenständigen Entscheidungsträger mehr, obwohl die meisten von ihnen demokratisch gewählt wurden. Nein, die Probleme gehören vor die Vereinten Nationen.
Quelle: Aachener Nachrichten

Kleine Hörnchen, große Wirkung

6 Jun

Frau Katharina Sturm, Leitung der WiF-Nähwerkstatt, und Khalida, eine ehemalige Bewohnerin des Schusterkrugs, die von Beginn an „das Hörnchenprojekt“ tatkräftig unterstützt, besuchten die Kinderstation des UKSH und brachten die neu angefertigten Hörnchen direkt in die Station.
Die Hörnchen dienen dazu bei frisch operierten Kindern ein „falsches“ Drehen zu verhindern.

 

Besuch in der Fahrradwerkstatt

5 Mai

An seinem vorletzten Arbeitstag besuchte der Kieler Bürgermeister Herr Todeskino die Fahrradwerkstatt auf dem MFG5-Gelände. Er brachte viel Lob und anerkennende Worte für den nun schon über 2 Jahre währenden ehrenamtlichen Einsatz der Helfer in der Fahrradwerkstatt mit. Als leidenschaftlicher Radler liegt ihm die Arbeit mit Fahrrädern und deren Weitergabe an Geflüchtete wohl besondes am Herzen. Die ehrenvolle Aufgabe der Überreichung des 1000sten Fahrrades vor den Augen der Kieler Nachrichten übernahm Herr Todeskino natürlich gerne.

Chronologie der Fahrradwerkstatt:

Bereits im Oktober 2014, wird von WiF e.V., über den Kontakt zu Frau Idun Hübner von der ZBBS, die erste Spende von 1.000 Euro für die Anschaffung von Werkzeugen eingenommen.
Weiter wird über Frau Hübner der Kontakt zum Fahrradladen Velo hergestellt, die uns sehr stark unterstützten und damit einen guten Start ermöglicht haben.

In den folgenden, gemeinsam mit der ZBBS, abgehaltenen Informationsveranstaltungen im November/Dezember 2014, in den umliegenden Stadtteilen, kommt Martin Müller zur WiF dazu. Er übernimmt die Planung einer Fahrradwerkstatt und begiebt sich auf Containersuche, etc.

Es melden sich auf diesen und weiteren Veranstaltungen bereits 2014 viele HelferInnen für die anvisierte Fahrradwerkstatt.

Das Kieler Spendenparlament sorgt 2015 dafür, dass wir eine komplette Werkstatt einrichten können.

Die FördeSparkasse spendet 2015 und der ersehnte Werkstattcontainer kann gekauft werden. Ehrenamtlich werden derweil Kellerräume hergerichtet, Bodenplatten verlegt und gute Nerven bewahrt.
Aus mühevollen Erfahrung wird von Hans-Jörg Müller ein System der Weitergabe entwickelt, welches schon Nachahmer fand.

Und nun solche Bilder! Toll!

Fahrradwerkstatt Schusterkrug

4 Mai

Wir freuen uns über den Besuch unserer Fahrradwerkstatt von Herrn Todeskino, am 4.5. um 15:30, und hoffen natürlich, dass noch mehr Menschen auf diese Erfolgsgeschichte aufmerksam werden und das Team weiter gut unterstützt wird.

Auch bei der Nähwerkstatt tut sich einiges, dazu bald mehr. 🙂

Hochbeete im Schusterkrug

4 Mai

Erfreulicherweise wird Frau Anja Chalmin auch dieses Jahr wieder die Bewohner bei der Bepflanzung und Pflege, der im letzten Jahr von ihr aufgestellten Hochbeete, tatkräftig unterstützen.
Frau Chalmin hat schon einige Pflanzenspenden akquirieren könne, allerdings macht das Auspflanzen erst nach den Eisheiligen Sinn und ist für Ende Mai geplant.
Vorher, also bis Mitte Mai, wird die Erde in den Beeten aufgefüllt werden, da sie sich etwas gesetzt hat.

Wer noch Jungpflanzen, Saatgut über hat, möge sich bitte direkt bei Frau Chalmin melden:
anja.chalmin@gmx.de

Geschafft! Das ZEIK Team dankt von Herzen…

12 Apr

Herzlichen Dank für die großartige Unterstützung!
ZEIK hat es geschafft beim CrowdfundingContest der Hertiestiftung mit 463 Unterstützer*innen vor 12:00 mittags am 11.4.17 bei den ersten 20 Projekten dabei zu sein und hat deshalb schon 5.000 € von der Hertiestiftung dazubekommen und liegt jetzt bereits bei 15.015€!! Bis zum 2.5.17 ist ZEIK auf der Crowdfundingseite startnext.com/zeik dabei.
Ganz liebe Grüße und schöne Ostertage wünscht
das ZEIK Team

Das bedeutet Sie können jetzt noch weiter bis zum 2.5.2017 in zwei Minuten ein wertvolles Kieler Projekt der ZBBS unterstützen.
Einfach hier klicken https://www.startnext.com/zeik
Und ich wünsche dem Projekt noch viele, viele Spenden, denn noch so ein Wettbewerb dieser Art würde zuviele graue Haare und schlaflose Nächte kosten.

Die in diesem Falle am Ende, dank Ihnen, entlohnt und belohnt durch den Erfolg wurden.

Zeit für ZEIK !?

27 Mrz

UNBEDINGT MITMACHEN !

ZEIT FÜR ZEIK!?

Liebe Unterstützer*innen, liebe Kolleg*innen,

das Lotsenprojekt der ZBBS nimmt mit „ZEIK – Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität“ am Hertie-Crowdfunding-Contest mit 39 anderen Integrationsprojekten bei startnext teil. Damit haben wir gleichzeitig die Chance, mit dem Deutschen Integrationspreis ausgezeichnet zu werden.
Schenkt uns bitte 2 Minuten Eurer/Ihrer ZEIT FÜR ZEIK, um zu einem wunderbaren Projekt beizutragen! Dabei geht es nicht um die Spendensumme, sondern vor allem um die Anzahl der Unterstützer*innen.
Denn schon am 11.04. belohnt die Hertie-Stiftung die ersten 20 Projekte mit den meisten Unterstützer*innen nochmal zusätzlich.
Wie könnt Ihr/Sie dazu beitragen?

1. https://www.startnext.com/zeik eingeben

2. Unsere Seite und Video anschauen

3. Projekt unterstützen-Button drücken

4. Mindesten 1€ als Spende eingeben – jede Spende zählt!

5. Zahlungsmethode auswählen

6. Fertig

Was ist das ZEIK? Mit ZEIK soll in Kiel ein Ort entstehen, an dem Geflüchtete selbstbestimmt und gleichberechtigt ihre Ideen für eine offene und multikulturelle Gesellschaft umsetzen können. Mit verschiedenen Bildungs- und kreativen Angeboten, die sich nicht nur an Neu-, sondern auch an Alt-Kieler*innen richten sollen, möchte ZEIK zur interkulturellen Verständigung beitragen, Vielfalt stärken, Offenheit für andere Kulturen schaffen und sich vor allem gleichberechtigt für eine multikulturelle Gesellschaft einbringen.
Vielen herzlichen Dank für Eure/Ihre ZEIT FÜR ZEIK!

PS. Mehr Informationen zum Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung und eine Übersicht der anderen Projekte gibt es unter: https://www.startnext.com/pages/deutscher-integrationspreis#contest und http://www.ghst.de/deutscher-integrationspreis/

Idun Hübner
ZBBS e.V.
Sophienblatt 64a
24114 Kiel
Fon 0431 2001156

Danke Herr Albig! Denn NICHTS ist sicher in Afghanistan…

22 Feb

…ausser, dass NICHTS sicher ist. Man wünscht sich noch mehr Menschen aus der Politik, die, wie Herr Albig und Herr Studt, offen zum Thema Afghanistan aussprechen, was eh alle wissen . Wie „die Welt“ aus seinen Aussagen lediglich Wahlkampfgetöse rauslesen möchte, ist allerdings schwer nachvollziehbar für den Leser. Und Herrn Albig vorzuwerfen, er habe ja seine Meinung bei dem Thema einfach mal geändert, lässt einen auch schaudern.
Es ist doch schön, wenn da jemand in der Politik manchmal noch eigenständig nachdenkt und nicht dem Herdentrieb nachgibt. Der sich nicht nur informiert bei den Organisationen, die es wissen müssten, sondern der auch noch dementsprechend reagiert. Gäbe es mehr Politiker, die auf kompetente, erfahrene, Menschen hörten, als auf ihre Parteifreunde, dann hätten wir eindeutig weniger Probleme.

Albig schimpft in Berlin
Die Kritik an einer „technokratischen und zynischen“ Asylpolitik richtet sich auch gegen Gabriel und Steinmeier. Der Ministerpräsident, der vor zwei Jahren schon einen von Bund und Ländern getragenen Beschluss zu sicheren Herkunftsländern als Kompromiss „aus dem Gefrierschrank“ gebrandmarkt hatte, rasiert an diesem Mittwochvormittag nicht nur den Bundesinnenminister, sondern gleich das ganze Bundeskabinett für dessen Asylpolitik, die eigenen Leute aus der SPD eingeschlossen. Alle kundigen Organisationen mit Ausnahme des Auswärtigen Amts, sagt Albig und zählt das UNHCR, das Rote Kreuz und „die Kirchen“ auf, seien zu der Erkenntnis gekommen, dass sich die Lage in Afghanistan dramatisch verschlechtert habe. „Sie sehen mich deshalb zutiefst enttäuscht über die Bundesregierung.“ Er beklagt sich über de Maizières „technokratisch zynische Sicht“, deretwegen Menschen „möglicherweise in den Tod geschickt“ würden.weiterlesen…
Quelle: Die WELT